Abgeschickt von Axel Siekmann am 25 Maerz, 2004 um 19:46:02
Hallo zusammen,
als ich mir die Seite der IHK Lüneburg anschaute, stiess ich auf einen Artikel aus dem Hamburger Abendblatt vom 23.03. zum Standort Deutschland. Dort heisst es u.a.:
"Ähnliche Erkenntnisse liefert eine DIHK-Umfrage unter rund 10 000 Unternehmen. Darin heißt es, wegen Standortnachteilen in Deutschland wolle jeder vierte Industriebetrieb in den nächsten drei Jahren Teile seiner Produktion ins Ausland verlagern. 1999 plante dies nur jeder fünfte Betrieb. Als Gründe wurden am häufigsten die Höhe der Arbeitskosten, der Steuern und Abgaben genannt."
Kommentar: Der DIHK identifiziert hiermit die wirklich wichtigen Standortnachteile Deutschlands im Rahmen der Globalisierung.
"Ludwig Georg Braun, erfolgreicher Unternehmer mit Niederlassungen weltweit und nebenbei Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat deutschen Unternehmern geraten, nicht auf eine bessere Politik zu warten, sondern die Chancen zu nutzen, die in der EU-Ost-Erweiterung lägen. Bundeskanzler Gerhard Schröder wertete das erbost als "unpatriotischen Akt". "
Kommentar: Den Unternehmen wird ausdrücklich empfohlen, die Produktion ins osteuropäischen Ausland zu verlagern. Dessen Autobahndichte ist aber um Dimensionen geringer als in Deutschland. Sie scheint in den Augen des DIHK also keine wesentliche Rolle zu spielen.
Der DIHK vertritt hier letztlich ähnliche Forderungen wie die A39-Gegner: Keine Autobahnen mehr in einem besterschlossenen Land bauen, sondern mit dem gesparten Geld Abgaben und Steuern senken.
Wer hätte das gedacht, dass wir und der DIHK einmal an einem Strang ziehen würden?
Viele Grüsse
Axel