Abgeschickt von Wolfgang Müller am 13 Mai, 2004 um 08:22:26:
Schließung des Werks Stadthagen geplant
Mar. 04, 2004
- Verlagerung der Fahrtreppen-Produktion in die Tschechische Republik
- Schließung des Standorts Stadthagen Ende 2004 geplant
Berlin/Stadthagen, 4. März 2004 – Otis Deutschland plant, den Standort für schwere Fahrtreppen in Stadthagen, Niedersachsen, voraussichtlich zum Ende des Jahres 2004 zu schließen und die Fahrtreppenproduktion sowie die Entwicklung komplett in das bereits bestehende Otis-Werk nach Breclav in der Tschechischen Republik zu verlagern. Von der geplanten Verlagerung der Fahrtreppenproduktion in Stadthagen wären rund 350 Mitarbeiter betroffen.
Jürgen Reuning, Otis-Präsident Zentral- und Osteuropa: "Diese Planungen sind in einem sorgsamen Abwägungsprozess entstanden und uns nicht leicht gefallen. Wir wissen, dass eine Werksschließung immer zu Härten für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führt. Wir werden jedoch mit Entwicklungen auf den Märkten in Asien und Osteuropa konfrontiert, die nicht wegdiskutiert werden können." Der Markt für Aufzüge und Fahrtreppen hat sich in den vergangenen Jahren weltweit dramatisch verändert. Die in Stadthagen gefertigten schweren Fahrtreppen sind nur zu zehn Prozent für den deutschen Markt bestimmt. Die Abnehmer auf den Wachstumsmärkten in Asien und Osteuropa aber seien nicht länger bereit, einen Preisaufschlag für Fahrtreppen aus Deutschland zu bezahlen, da mittlerweile Fahrtreppen in gleicher Qualität aus asiatischer Produktion auf dem Markt sind, die zu deutlich niedrigeren Kosten produziert werden können.
"Die zu erzielenden Preise im Neuanlagenbereich decken hierzulande nicht mehr die Kosten", so Reuning weiter. "Dies führt zwangsläufig zu einer Verlagerung von Fertigungs- und Entwicklungskapazitäten. Daher müssen wir unsere Strukturen und Prozesse laufend auf ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit überprüfen und anpassen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein", so Reuning. Dies setze unternehmerische Flexibilität voraus. "Nur so können wir unsere hohen Qualitätsstandards halten und zu marktgerechten Preisen anbieten."
Abstimmung mit dem Sozialpartner läuft
Kurt Frühbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Otis Deutschland ergänzt: "Wir wissen, dass das für unsere Mitarbeiter eine sehr schwierige Situation ist. Letztlich aber sind die niedrigeren Löhne und Gehälter in Tschechien, die nur ein Sechstel des Niveaus in Deutschland betragen, durch keine Maßnahme zu kompensieren. Otis Deutschland wird sich darum bemühen, die Ausgestaltung der Produktionsverlagerung sozialverträglich und in enger Abstimmung mit dem Sozialpartner zu vereinbaren."
Quelle: http://www.otis.com/news/
Gruß
W. Müller