Re: Ohne Polemik, pro A39


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.keine-a39.de ]

Abgeschickt von Hans-Ulrich Neumann am 30 April, 2004 um 06:07:20

Antwort auf: Re: Ohne Polemik, pro A39 von Günter König am 28 April, 2004 um 19:23:56:

Hallo Günther,

was ist an meinen Argumenten menschenverachtend? Habe ich auch nur in einem Satz die Gegner der A39 diffamiert? Nein, ich habe mich an Sachargumente gehalten. Ein Schabernack war es auch nicht, denn ein Schabernack ist ein Spaß, ich möchte, im Gegensatz zu vielen hier im Forum eine ernsthafte Auseinandersetzung mit sachlichen Argumenten. Leider hast Du mit Deinen Argumenten polemisiert.

Das in Heide keiner froh mit der Lage ist, hat nur mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zu tun. Jeder, der auch nur einen blassen Schimmer davon hat, weiß daß eine Autobahn allein keinen wirtschaftlichen Aufschwung bringen kann, wenn die ökonimischen Randbedingungen nicht stimmen. Dithmarschen gehört ja leider seit 1559 zu Schleswig-Holstein, dieses Bundesland ist schon seit vielen Jahren mit einer rot-grünen Landesregierung gegeißelt, die eine wirtschaftliche Entwicklung nur für die Ostküste des Landes betreibt. Viele Infrastrukturmaßnahmen, wie z. B. Bahnelektrifizieung werden der Westküste vorenthalten. Es ist der A23 zu verdanken, daß nicht noch mehr Betriebe, wie die Raffinerie in Heide, geschlossen wurden.

Eine Kaufkraftabwanderung konnte nicht beobachtet werden, eher kommen Kunden von weither, um in Heide einzukaufen. Trotz der Parkgebühren auf dem Heider Marktplatz gibt es noch viele kostenlose Parkplätz, im Gegensatz zu der via A23 erreichbaren Metropole Hamburg. Media Markt, McDonalds, Burger King, Marktkauf Warenhaus und Marktkauf Warenhaus und Marktkauf Baumarkt haben sich erst nach dem Bau der A23 angesiedelt.

Industrie in einem Gebiet anzusiedeln, das fernab der Bevölkerungszentren liegt, ist äußerst schwierig, gleichwohl ist zum Beispiel das Frauenhofer Institut in Itzehoe direkt an der A23 entstanden, in dessen Folge hat dort die Firma Temic eine Niederlassung errichtet.

Auch für die Nordheide bräachte die A23 Vorteile, ob es Wittinger Bier, Hankensbüttler Kunstoffverarbeitung, Büting Metalle oder die Bahlsen Chipsfabrik ist, alle diese Betriebe können ihre Rohstoffe dann schneller und damit kostengünstiger erhalten und gleichzeitig ihre Produkte in andere Regionen schneller liefern. Warum wird der Untergang der lokalen Handwerker vorausgesagt und nicht deren Chance, auch Kunden außerhalt der Region schneller zu erreichen?

Ich hatte in Heide eine Arbeit, zwar nicht in meinem Beruf, aber ich hatte eine, Mich haben persönliche Gründe (meine Frau) nach Gamsen verschlagen.

Ich habe nie davon geredet, daß eine A23 tausende von Arbeitplätze geschaffen hätte oder die A39 diese schaffen würde habe ich nie behauptet.

Die A39 kann dafür sorgen, daß die jungen Menschen, die in der direkten Heimat keine Arbeit finden, woanders leichter hin pendeln können, ansonsten ist in dieser Gegen eine Entwicklung sicher: Weil es keine Möglichkeiten für junge Menschen gibt, werden diese weg ziehen die Gegend nur noch von älteren Menschen bewohnt und irgendwann entvölkert, traurig, aber wahr.

So, nun hast Du noch mehr Argumente, die Du sicher wieder nicht widerlegen kannst.

Um in Deiner Sprache zu sprechen: Gehe zurück auf Deinen Baum oder in Deine Höhle.


Antworten:



Ihre Antwort

Name:
E-Mail:

Subject:

Text:

Optionale URL:
Link Titel:
Optionale Bild-URL:


[ Antworten ] [ Ihre Antwort ] [ Forum www.keine-a39.de ]