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„Geredet wurde lange genug“ |
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vom 15.05.2006
„Geredet wurde lange genug“
Melbeck: Minister geht,
Handlungsbedarf auf B 4 bleibt
Eckehard Niemann (l.) von der Bürgerinitiative gegen die A39 im
Gespräch mit Minister Walter Hirche.
Foto: t&w
kre Melbeck. Niedersachsens
Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) hat Melbeck wieder verlassen –
doch die Ratlosigkeit bleibt: „Geredet haben wir lange genug“,
jetzt muss gehandelt werden“, forderte gestern morgen – wenige
Stunden nach Hirches Auftritt bei einer CDU-Veranstaltung am Abend
zuvor in Melbeck – auch Jelmstorfs Bürgermeister Norbert Brandl.
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Die Gemeinde im Landkreis Uelzen gehört genauso wie Melbeck zu den
Kommunen, die durch den überörtlichen Lkw-Verkehr förmlich
überrollt werden. Brandl glaubt zu wissen, wo es hakt: „Die Stadt
Lüneburg muss endlich aus dem Quark kommen“, fordert er, dann lasse
sich das Durchfahrtverbot auch durchsetzen.
„Die Landkreise Gifhorn, Uelzen und Lüneburg sind sich einig“,
betonte am Dienstagabend auch Lüneburgs Erster Kreisrat Dr. Stefan
Porwol (CDU), der sich bereits am Horster Dreieck Hinweisschilder
wünscht, damit die Lkw-Fahrer erfahren, dass die B4 für sie ab
Häcklingen gesperrt ist. „Das beste ist“, so Porwol, „wenn die Lkw
die A7 erst gar nicht verlassen.“
Wie aufgeheizt die Stimmung ob der endlos langen Lkw-Kolonnen auf
der B4 sind, machten am Dienstag auch die Kommentare der Bürger
deutlich: „Die Lkw stehen uns auf den Füßen“, schimpfte etwa Jürgen
Stebani (SPD), der selbst an der B4 wohnt. Unter dem Beifall der
Zuhörer lud er Minister Hirche zu sich nach Hause zum Übernachten
ein: „Ich habe schöne Gästezimmer.“ Hirche zog es dennoch vor, noch
am Abend nach Hause zu fahren.
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