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Leserbrief „Horrortrasse statt Wohltat“ |
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vom 03.06.2006
Leserbrief „Horrortrasse statt Wohltat“
„Angst vor der Autobahn“, LZ vom 11. Mai
Ich war bei der Bürgerversammlung am 9. Mai in der Lüner Turnhalle
auch dabei. Es war wie im Tollhaus.
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Bei der Bürgerversammlung am 9. Mai in der Lüner Turnhalle zur
A39 kochten die Emotionen erwartungsgemäß hoch.
Foto: be
Die Planer haben versucht, die vorgestellte Vorzugsvariante
gleichsam als bestmögliche Wohltat darzustellen – durch Lüneburg
hindurch und zum Teil nur zehn Meter an Wohngebäuden vorbei.
Dabei ist die A39 nach den Planungsvorgaben außerhalb geschlossener
Ortschaften zu führen – ein Siedlungsfreiraum von 500 Meter ist zu
beachten, damit Wohn- und Lebensqualität der Menschen nicht
unzumutbar beeinträchtigt wird.
Diesen Freiraum zu Wohngebieten gibt es sowohl im Osten
(Nord-Ost-Trasse) als auch im Westen von Lüneburg und den
umliegenden Ortschaften.
Eine Westumgehung würde die Stadt Lüneburg und die überlastete
Ostumgehung wesentlich entlasten und hätte für die Bürger im Westen
der Stadt und in den angrenzenden Gemeinden den Vorteil kürzerer
Wege nach Norden und Süden. Zurzeit quält sich der
West-Ost-Durchgangsverkehr durch die Stadt zur Ostumgehung und in
der Gegenrichtung über die Konrad-Adenauer-Straße und Dahlenburger
Landstraße mit unzuträglicher Lärm- und Abgasbelästigung.
Man kann nur hoffen, dass in der Planungsbehörde die Belange der
Menschen mehr berücksichtigt werden und eine Trassenführung für die
A39 vorgestellt wird, die den Namen „Vorzugsvariante“ verdient, und
dass nicht die „Horrortrasse“ gegen den Widerstand einer ganzen
Stadt und zum Nachteil Tausender von Bürgern durchgesetzt wird.
Kurt Kannenberg
Klosterkamp 63
21337 Lüneburg
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