Arbeitgeberverband droht mit Arbeitsplatzverlusten!
Eberhard Manzke als Präsident des Arbeitgeberverbandes
Lüneburg spricht die Unternehmen an und bittet um ihren
guten Namen und um ihr Geld. Er möchte in vier ganzseitigen
Anzeigen, öffentlich für den Bau der A39 eintreten und
bittet die Unternehmen auch, ihm die beschäftigte
Arbeitnehmerzahl mitzuteilen. Damit soll impliziert werden,
dass diese Arbeitsplätze nur mit einer gebauten A39
gehalten werden können.
Sehr geehrte Unternehmer/Innen in der Region Lüneburg,
für die Region zwischen Lüneburg und
Wolfsburg geht es darum, den Verkehr auf einen
vernünftigen Weg zu bringen. Dazu machen wir
Bürgerinitiativen seit drei Jahren Vorschläge. Desweiteren
ist es uns gelungen, das isolierte Nutzen-Kosten-Verhältnis
der A39 zu ermitteln. Das Ergebnis von 1,87 rechtfertigt
den Bau dieser Autobahn nicht - zumal diesem ohnehin schon
schwachen NKV Baukosten von 440 Mio. Euro zugrunde liegen.
Politiker wie Herr Althusmann sowie Planer selbst beziffern
die Kosten jedoch bereits heute auf mindestens 600 - 800
Mio. Euro. Das NKV muss über 3,0 liegen, um Baurecht zu
erlangen. Als informierte Unternehmer/Innen kennen Sie
diese Argumente aber sicher bereits.
Sie selbst leben in unserer wunderschönen Stadt und in
unserem Landkreis, der mit unzerschnittenen Lebensräumen
und seiner natürlichen Schönheit Touristen aus aller Welt
in unsere Region führt. Die Nähe zu Hamburg gibt positive
Impulse für die Bevölkerungsentwicklung . Die Menschen
ziehen in unsere Region, weil sie mit ihren Kindern in
einer natürlichen Umgebung leben möchten. Arbeiten doch
auch Sie weiter daran, unsere Region ohne Autobahn noch
liebenswerter zu machen.Die Stärkung der Universität, der
Bau einer Kongresshalle in Lüneburg oder auch eine
Telenovela wie 'Rote Rosen' wird Lüneburg im ganzen
Bundesgebiet touristisch wie infrastrukturell noch
attraktiver machen. Mit den Ziel-1-Mitteln sollten viele
kleinere Projekte unterstützt werden, die diesen positiven
Trend nachhaltig tragen.
Wir möchten sie herzlich bitten: Erwarten Sie dass Ihre
Arbeitsplätze durch eine Nichtrealisierung der A39 wirklich
bedroht sind, so beteiligen Sie sich natürlich an der
Aktion des Arbeitgeberverbands Lüneburg. Entscheidet aber
nicht der Bau einer Autobahn über das Wohl-und-Weh Ihres
Betriebes, sondern Sie selbst mit Ihrer unternehmerischen
Initiative, so denken Sie an die Menschen, die bei Ihnen
arbeiten, bei Ihnen einkaufen und die als Ihre Nachbarn
zwischen Ihnen leben.
Wir alle wollen eine liebenswerte starke Region. Durch eine
Autobahn werden wir dies nicht erreichen. Die Menschen
fahren an Lüneburg vorbei, der Wettbewerb wird größer. Wir
verfügen über gute Argumente, nicht aber über die
finanziellen Mittel um eine ähnlichen Anzeigenkampagne zu
finanzieren.