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Mit Fonds und Fackeln gegen A 39 |
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Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/3383100/menuid/2160 (25.10.2004)
Autobahngegner protestierten in Tiddische: "Allein die Vorstellung ist unglaublich" Von Burkhard Ohse
TIDDISCHE. "Eine Autobahn bringt weder Arbeitsplätze noch Arbeit, sie zerstört die R he und die Heimat. Der einzige Grund für einen Bau ist die Einfallslosigkeit der Politiker", erklärte Jakob Drees, Mitglied der Bürgerinitiative (BI) gegen die Autobahn 39. Samstag hatten sie zu Information und Protest auf den Hof von Heiko Lehn geladen.
Verstärkung bekamen die A 39-Gegner von Gleichgesinnten aus den Landkreisen Uelzen und Lüneburg, die sich mit Ortsschildern und Plakaten bewaffnet, dazugesellten und Solidarität bekundeten. Drees appellierte auch an die Autobahnbefürworter, die seiner Meinung nach Ende der Woche die Protestschilder der BI beschmiert und zerstört hätten. "Vielleicht gibt es auch Befürworter, doch die sollten Begründungen anbringen, wenn sie welche haben, und sich auf der Sachebene einbringen", zeigte sich Drees "sehr enttäuscht" über die Sachbeschädigungen und forderte die Autobahnbefürworter zu einem Austausch von Argumenten auf.
Samtgemeinderatsmitglied Wilfried Sievers führte die Angst vor dem Ende der Gebietseinheit Samtgemeinde Brome ins Feld. "Ich sehe die Verwaltungseinheit in Gefahr, wenn die Autobahn die Samtgemeinde zerschneidet. Allein die Vorstellung, dass hier eine Autobahn durchgeht, ist unglaublich, allein vom Gefühl und Bewusstsein her", sagte Sievers, der sich nach 30 Jahren als "echter Bromer" fühlt. Darauf, dass eine Autobahn die Gemeinde Tiddische zerschneiden und die Gemeindeteile Tiddische und Hoitlingen trennen würde, wies BI-Sprecher Frank Warnecke hin: "Wir müssen den Widerstand in die einzelnen Orte bringen, in denen die Gegner dann eine gewisse Selbstständigkeit erlangen sollen." Als Alternative zu einer Autobahn böte sich an, vorhandene Verkehrswege auszubauen, möglicherweise mit der einen oder anderen Ortsumgehung, schlug Heiko Lehn vor, der sich nach eigenen Worten von einem Autobahnbefürworter zu einem Gegner gewandelt hat. Am späten Nachmittag zündete die BI zwei 50 Meter voneinander entfernte Reihen von Fackeln auf einem Acker an, symbolisch als Abmessung für eine künftige Autobahn. Auch einen finanziellen Beitrag konnten die A 39-Gegner leisten. Ein für jeden offener Fonds soll klagewilligen Landwirten, auf deren Äcker die A 39 liegen soll, als Unterstützung dienen, erläuterte Drees.
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