Startseite arrow Aktuelles arrow Presseartikel arrow Korridor für B 190 n steht fest – Querspange wird dreispurig
Nächste Termine
13.06.12 - 18:00 Uhr
Umweltverein Gellersen e. V.
Korridor für B 190 n steht fest – Querspange wird dreispurig PDF Drucken E-Mail
Volksstimme Magdeburg vom 08.03.2006

Demnächst werden Sperrschilder für Transitverkehr auf der B 71 installiert

Korridor für B 190 n steht fest – Querspange wird dreispurig

Von Torsten Adam
Vergrößerung öffnen (162 kB)
Die Karte zeigt den mit schwarzen Strichen umrandeten Korridor, in dem die B 190n verlaufen wird. Die neue Trasse wird über die gelb gekennzeichneten Flächen verlaufen und die beiden Autobahn-Nordverlängerungen A 14 und A 39 dreispurig verbinden. Foto: Verkehrsministerium
Der Korridor für den Verlauf der B 190 n steht fest. Innerhalb dieses Untersuchungsgebietes will des Landesverkehrsministerium bis Anfang 2007 die Trassenvarianten für die so genannte Querspange, die die Nordverlängerungen von A 14 und A 39 verbindet, erarbeiten. Für die teilweise dreispurige Strecke werden Baukosten von 295 Millionen Euro veranschlagt.
Salzwedel. Das Landesverkehrsministerium hat gestern den Untersuchungskorridor für die B 190 n bekannt gegeben. Die neue Bundesstraße wird auf einer Länge von mehr als 110 Kilometern durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt (zirka 95 Kilometer) und Brandenburg (etwa 15 Kilometer) führen. Der größte Abschnitt, die Verbindung zwischen A 39 und A 14, wird durchgehend dreispurig gebaut. Das heißt, es sind wechselseitige Überholspuren vorgesehen. Die östliche Weiterführung in Richtung Brandenburg mit einer Elb- und Havelbrücke nördlich von Havelberg wird zweispurig.
Ob die gesamte Trasse komplett neu gebaut wird oder bereits bestehende Straßen einbezieht, ist offen. " Wir müssen das Fahrrad ja nicht zweimal erfinden ", sagte Ministeriumssprecher Harald Kreibich. Denkbar ist damit eine Strecke, die sich an die B 71 zwischen Bergen / Dumme und Salzwedel und die B 190 über Arendsee und Seehausen anlehnt. Möglich ist aber auch eine Süd-Variante, die im Raum Wittingen auf die noch nicht festgelegte Linienführung der A 39 trifft, die B 248 und B 71 südlich von Salzwedel kreuzt und südlich von Osterburg auf die neue A 14 führt. Diese Variante hätte den Vorteil, dass die Fahrzeit von Salzwedel nach Stendal und weiter nach Magdeburg geringer wäre. Eine direkte Verbindung zwischen beiden großen Altmarkstädten, analog zur Bahnlinie, ist aber vom Tisch.

Nach Auskunft von Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre soll im Juli 2007 das rund sechsmonatige Raumordnungsverfahren eingeleitet werden. Darin würden auch städtebauliche, wirtschaftliche und raumordnerische Aspekte untersucht werden. Bislang seien lediglich nach dem Ausschlussverfahren Flächen ausgeklammert worden, wo das Konfliktpotenzial, beispielsweise aus ökologischen Gründen, zu groß ist, erklärte Kreibich. Eine Vorzugsvariante existiere bislang noch nicht.

Dem Raumordnungsverfahren schließen sich die Entwurfsplanung und das Planfeststellungsverfahren an. Als Baustart für die B 190 n erscheint Ende 2008 / Anfang 2009 realistisch. Das Ministerium rechnet mit einem Verkehrsaufkommen von täglich 19 000 Fahrzeugen. Der komplette " Hosenträger " soll 2015 fertig gestellt sein.

Nachdem der Lkw-Verkehr auf der B 71 jüngst aus subjektiver Sicht wieder deutlich zugenommen hat, ist hier eine Entlastung in Sicht. In den nächsten Wochen sollen neue Verkehrsschilder aufgestellt werden, die den Transitverkehr verbieten. Denn seit Februar ist das sachsen-anhaltische Modellprojekt durch ein Bundesgesetz gedeckt. "Für die Kontrolle des Verkehrs sind aber nicht wir, sondern die Polizei zuständig", sagte Harald Kreibich.
 
< zurück   weiter >
© 2012 Keine A39!
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.