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Landeszeitung vom 01.03.2006
Rat beschließt Resolution Reinstorfer Politiker gegen Autobahn 39 – Neue Tempo-30-Zonen im Ort cw Reinstorf. „Lieber spät als nie“, meinte die CDU. „Jetzt hat das alles keinen Sinn mehr“, befand die SPD. Deshalb beschloss der Rat Reinstorf eine Resolution gegen die Autobahn 39 mit dem wenig überzeugenden Ergebnis von neun Ja- und zwei Neinstimmen sowie einer Enthaltung.
Der Antrag kam von der CDU. „Die A39 ist wirtschaftlich unsinnig und deshalb müssen wir ein Zeichen setzen“, sagte Fraktionschef Henning Meyer. Sein Kollege von der SPD, Niko Fenselau, konterte: „Es ist mir unverständlich, dass die CDU jetzt plötzlich aus ihrem Dornröschenschlaf aufwacht und eine Resolution will. Wir haben schon vor zwei Jahren Stellung bezogen.“ Er sei gegen die Resolution, denn die sei ein Schuss ins Leere. Das fand auch sein Nachbar Kai Haasis (SPD). Martina Habel (SPD) dagegen konnte mit dem Entwurf der CDU leben, wenn man ihn umformuliere.
Ähnlich uneinig zeigten sich die Ratsmitglieder auch bei der Frage weiterer Tempo-30-Zonen im Ort. „Wir haben vor drei Jahren damit angefangen“, so Michael Vinke (CDU). „Und es hat sich gezeigt, dass damit die Wohnqualität verbessert wird.“ Laut CDU-Antrag sollen nun die Straßen Am Vitusbach und Hankenfeld ebenfalls beruhigt werden. „Wir sind für ein Tempolimit, wo es sinnvoll ist“, erklärte dazu Fenselau. „Aber hier macht es keinen Sinn, denn das sind Durchgangsstraßen.“ Seiner Ansicht nach halte sich dort sowieso niemand an Beschr änkungen. „Wir sollten uns lieber so einen Tempomelder anschaffen.“
Es entbrannte eine heftige Diskussion über Sinn und Unsinn von Tempobeschränkungen, Verhalten von Anwohnern und Kosten für Baumaßnahmen. Schließlich ging Samtgemeindekämmerer Rainer Sievers dazwischen und verwies auf die Empfehlung des Bauausschusses, die Einrichtung weiterer Zonen zu prüfen. Ein Ende fand die Diskussion erst, als Henning Meyer sich zu Wort meldete: „Mir reicht das hier jetzt. Ich stelle den Antrag auf Abstimmung.“ Mit ihrer Mehrheit setzte die CDU sowohl die Tempobeschränkung der beiden Straßen durch als auch die Prüfung weiterer Zonen.
Einigermaßen einig zeigten sich die Ratsmitglieder dagegen bei der Frage eines Umwelttages, bei dem alle mit anpacken und das Dorf von Unrat reinigen sollen. „Das stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl“, meinte Vinke. Nachdem Martina Habel für den Verein St.-Vitus-Generationenhaus das Gelände rund um die alte Pfarrscheune für eine Abschlussveranstaltung mit Imbiss angeboten hatte, stimmte der Rat einstimmig für den Umwelttag. |