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Landeszeitung vom 24.02.2006
Die wenigsten Verkehrstoten seit Einführung der Statistik Verkehrsclub fordert dennoch ein Tempolimit auf den Autobahnen dpa Wiesbaden. Auf Deutschlands Straßen sind 2005 die wenigsten Menschen ums Leben gekommen seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik im Jahr 1953. Dennoch starben im Schnitt jeden Tag 15 Menschen bei Verkehrsunfällen, hieß es. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte anlässlich der Zahlen die Absage von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) an ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen.
Die Zahl der Verkehrstoten sank im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 5.362. Am größten war der Rückgang in Schleswig-Holstein, dort ging die Zahl der Getöteten um fast ein Drittel zurück. Demgegenüber habe sich die Zahl der Toten in Bremen von sieben auf 16 mehr als verdoppelt.
Bei den Verletzten war ein leichter Rückgang von 1,5 Prozent auf 433.500 Menschen zu verzeichnen. Die Polizei nahm insgesamt 2,25 Millionen Unfälle auf, das waren etwa genauso viele wie 2004. Bei 336.600 Fahrzeugzusammenstößen verletzten sich Menschen.
Gemessen an der Einwohnerzahl kamen bundesweit pro eine Million Einwohner 65 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg lagen dabei mit Zahlen zwischen 20 und 25 weit unter dem Schnitt, in Mecklenburg-Vorpommern starben dagegen auf den Straßen im vergangenen Jahr 115 Menschen pro eine Million Einwohner. Auch Brandenburg und Sachsen-Anhalt lagen mit 105 und 97 Toten weit öber dem Bundesschnitt.
Der VCD nutzte die neuen Zahlen zur Kritik am Bundesverkehrsminister. Tiefensee hatte pauschale Tempolimits auf Autobahnen als „nicht sinnvoll“ bezeichnet. Sie seien Deutschlands sicherste Straßen, die meisten tödlichen Unfälle passierten auf Landstraßen. Aus Sicht des VCD verkennt der Minister die Realität. So seien immerhin zwölf Prozent aller Verkehrstoten auf Autobahnen zu beklagen. Zu hohe Geschwindigkeit spiele dabei oftmals eine maßgebliche Rolle. |