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Landeszeitung vom 11.02.2006

Neue Spekulationen
über A 39

Trassenverlauf auf
Bundesfernstraßenkarte im Osten

Auf der Bundesfern-straßenkarte ist ge-strichelt die A39 ver-zeichnet. Sie verläuft östlich vom ESK und knüpft bei Lüneburg an die B 216 an. Der Grob-planung im Bun-desverkehrswege-plan entnommen, sagt Friedhelm Fischer (r.), aktueller Planungs-stand, glaubt Andreas Meihsies (l.) Repro: t&w F: A/be/nh

jj/ml Lüneburg. Was Andreas Meihsies in helle Aufregung versetzt, entlockt Friedhelm Fischer nur ein müdes Lächeln: ein Blick auf die aktualisierte Bundesfernstraßenkarte. Gestrichelt eingezeichnet ist dort auch die geplante Autobahn 39 – östlich von Lüneburg.
„Das ist keine Fantasiezeichnung, entworfen am grünen Tisch in Berlin, sondern mit den Planern vor Ort abgesprochen“, glaubt der Landtagsabgeordnete der Grünen. Er fordert von den Behörden, „die Karten jetzt auf den Tisch zu legen, nicht erst im März.“

Fischer als Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr winkt ab. Die gestrichelten Linien, die östlich parallel zum Elbe-Seitenkanal verlaufen und bei Lüneburg an die Bundesstraße 216 anknüpfen, seien dem Bundesverkehrswegeplan entnommen. „Eine Grobbetrachtung, die nur am Rande mit unserer Planung zu tun hat“, so Fischer.

Verläuft die A39 östlich oder westlich von Lüneburg? Über keine Frage wird derzeit mehr diskutiert – und auch spekuliert. In Bedrängnis geraten dadurch Politik und Behörden. Denn die Wahrscheinlichkeit, mit seiner Vermutung einen Treffer zu landen, liegt bei 50 Prozent. Aussagen wie „Das habe ich schon immer gesagt“ sind programmiert.

Fest steht: Mitte nächster Woche will Fischer die Unterlagen einschließlich Vorzugsvariante an die Regierungsvertretung Lüneburg übergeben. Zuständig für das Raumordnungsverfahren ist dort Ministerialrat Klaus Neumann. Und auch er sagt: „Da müssten die in Berlin mehr wissen als wir, denn die Pläne haben wir noch nicht.“

Welche Variante planerisch den Vorzug erhält, wollen Regierungsvertretung und Landesbehörde Anfang März vorstellen (LZ berichtete). Das letzte Wort hat allerdings die Politik.
 
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