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Leserbrief zu „Das Spiegelgrab der B 4“ (AZ vom 19.10.04 S. 1 und 3) |
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Ähnlich gefährlich wie bei der unsachgemäß verengten B 4 innerhalb Kirchweyhes geht es auch außerhalb der Orte auf weiten Teilen der neu gebauten Bundesstraße zu: Die geplante und baulich umgesetzte Lösung, für langsamere Fahrzeuge jeweils zwei recht schmale Seitenstreifen zu schaffen, reicht für ein ungefährdetes Überholen nicht aus.
Gerade schwer beladene Rübenfahrzeuge müssen zudem aufpassen, nicht zu nah an die Graskante zu kommen und ins Schleudern zu geraten. Weil die Breite je Fahrtrichtung nicht für zwei Fahrzeuge nebeneinander ausreicht, drohen immer wieder Zusammenstöße entgegenkommender Fahrzeuge im Bereich des Mittelstreifens.
Die Folgen dieses vor wenigen Jahren unsachgemäß durchgeführten B 4-Neubaus: eine erhöhte Gefahr von Unfällen und ein kaum beschleunigter Verkehrsfluss! Warum hat man diese unsinnige Lösung gewählt? Man hätte ja über eine beiderseits nur etwas breitere Fahrbahn diese Probleme gut lösen können. Eine andere gute Lösung hätte – wie bei Uelzens Umgehung – in der Festlegung eines sicheren Mittelstreifens und einer klaren, beiderseits versetzten Zwei- und Dreispurigkeit bestanden.
Das hätte für den Verkehrsfluss und die Verkehrsbeschleunigung auf der B 4 wirklich sehr viel gebracht: So ist die Zeitersparnis in Nord-Süd-Richtung durch Uelzens Umgehung etwa gleichhoch wie die durch den vorherigen Bau der Autobahn A 250 von Winsen nach Lüneburg - nämlich eine ganze Viertelstunde!
Der Verkehrswissenschaftler Dr. Pez (Universität Lüneburg) hat ausgerechnet, dass bei einem bedarfsgerechter Ausbau der B 4 zwischen Lüneburg und Wolfsburg folgende Fahrtzeiten anfallen würden: für PKWs nur 1:20 Stunden statt bisher 2 Stunden (die geplante A 39 brächte dann nur noch 20 Minuten zusätzlichen Zeitgewinn!). Die entsprechenden Fahrtzeiten für LKWs: alte B4/B188 2:10 Stunden – neu ausgebaute B 4 / B 188 dann 1:45 Std. – geplante A 39 dann nur 15 Minuten weitere Zeitersparnis!
Weitere Effekte: Durch Ortsumfahrungen wären Orte wie Kirchweyhe oder Melbeck dann wirklich beruhigt. Bei einem Bau der A 39 würden all diese Lösungen wegfallen! Schade und ärgerlich, dass man diese sinnvollen Lösungen beim Ausbau der B 4 vor einigen Jahren nicht gesucht oder gefunden hat! Dabei hat die offizielle Verkehrsuntersuchung Nord-Ost (VUNO) dezidiert für solche Varianten plädiert und den Bau der A 39 deutlich als unsinnig verworfen! Die Kosten würden übrigens auch nur etwa 20% der A 39-Kosten ausmachen...
Es wird Zeit, dass die auch damals schon verantwortlichen Bundesfernstraßen-Planer endlich ihre B4-Hausarbeiten machen bzw. diese endlich nachholen – statt nach der viel teureren, zerstörerischen und absolut unsinnigen A 39 zu rufen!
Eckehard Niemann, Bienenbüttel, Sprecher des Dachverbands der 30 Bürgerinitiativen gegen die A 39 Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel 05823-1094 (Fax –1508)
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