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Leserbrief „OB soll Farbe bekennen“

„SPD steht zu OB Mädge“, LZ vom 23. November

OBr Mädge bei der Diskussion mit A39-Gegnern. Foto: be
Oberbürgermeister Mägde bekennt sich eindeutig zum Bau der A 39. Wie lange scheut er sich noch vor einer klaren Positionierung über den von ihm gewünschten Trassenverlauf in der Öffentlichkeit?
Die „politische“ Nordvariante kann nach Aussagen der Planer nicht zum Favoriten werden. Die Westtrasse ist völlig von der politischen Tagesordnung verschwunden. Dies erst recht, seit die Gellerser ihre Pilotstudie „Naturpark Gellersen“ veröffentlicht haben. Die Lüneburger Ostumgehung kann laut Aussage der Planer aufgrund zu enger Kurvenradien nicht in die Trassenplanung miteinbezogen werden. Auch will unser OB Mägde diese Trasse nicht, belastet sie doch sein Projekt „Schlieffenpark“. Bleibt also nur noch die Möglichkeit, die Trasse als Ostvariante zu führen, die bei Moorfeld von der Ostumgehung abzweigt und zwischen Adendorf-Moorfeld, Ebensberg, Erbstorf in Richtung Kanal verläuft. Das Lüneburger Naherholungsgebiet Raderbachtal würde dadurch völlig zerstÄrt. Für 10.000 Anwohner der Stadt Lüneburg und der Gemeinde Adendorf bedeutet dies eine erhebliche Belastung des Lebensumfeldes und die völlige Zerstörung des Lebensraumes. Dieser Bereich wird gleichzeitig als zukünftiges bauliches Entwicklungsgebiet für Adendorf und Lüneburg ausfallen.
Wenn Sie, Herr Mägde, den Lüneburger Stadtteil Moorfeld und den Ebensberg der A39-Planung preisgeben wollen, dann teilen Sie uns dies bitte frühzeitig mit. Wir Lüneburger haben ein Recht darauf, uns rechtzeitig unsere Alternativen für die Kommunalwahl 2006 zu suchen.
Astrid Henning
Rigaer Str. 4
21337 Lüneburg
Landeszeitung vom 08.12.2005

 
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