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11.08.10 - 18:00 Uhr
Umweltverein Gellersen e. V.
Tritz, Marianne (Bündnis 90/Die Grünen) PDF Drucken E-Mail
Politiker zur A39

Marianne Tritz

1. Politisches Amt:

Ich gehöre seit 2002 dem Deutschen Bundestag an.

2. Parteizugehörigkeit:

Bündnis 90/Die Grünen

3. Wie schätzen Sie die Notwendigkeit der geplanten A39 ein?

Wir Grünen halten den Bau der A 39 für überflüssig. Diese Einschätzung teilen übrigens auch die Verkehrsexperten. Wir brauchen keine neue Autobahn, vielmehr sollte die B 4 mit Augenmaß und mit einigen Ortsumgehungen ausgebaut werden.

4. Bewerten Sie die Informationspolitik der staatlichen Stellen im Zusammenhang mit der Planung der A39 als ausreichend?

Die Informationspolitik der zuständigen Landesbehörden ist völlig unzureichend. Dass die Öffentlichkeit, sowie Vereine und Verbände konsequent nachrangig informiert worden sind, kritisiere ich scharf. Planungsprozesse, wie die die A 39 betreffend, müssen transparent sein und dem berechtigten Informationsbedürfnis der interessierten und betroffenen Bürger entsprechen.

5. Befürworten Sie den geplanten Bau der A39?

Nein! Wir Grünen wollen die A 39 nicht und wir haben gute Gründe hierfür. Das Projekt ist nicht nur überflüssig, es ist auch ökologisch bedenklich. Die vom Bundesamt für Umweltschutz in Auftrag gegebene Voruntersuchung hat ein hohes ökologisches Risiko festgestellt. Daher wurde das Projekt mit einem naturschutzfachlichen Planungsauftrag versehen. Das ist ein Erfolg der Grünen. Dagegen wird der absehbare Schaden durch die Zertrennung von Erholungsgebieten gerade auch für den Tourismus erheblich sein. Daher halte ich dieses Projekt, das zudem eines der teuersten im Bundesverkehrswegeplan ist, für ökonomischen Unsinn. Gerade in Zeiten knapper Kassen dürfen nicht Millionen in den Sand gesetzt werden.

6. Welche Auswirkungen sehen Sie durch einen eventuellen Bau der A39 auf die Samtgemeinde Gellersen?

Der Wert der vorhandenen Erholungsgebiete wird durch die Autobahntrasse erheblich beeinträchtigt werden. Außerdem ist davon auszugehen, dass gerade in unserer wirtschaftlich schwachen Region ein wichtiger Wirtschaftszweig wie der Tourismus durch den Autobahnbau erheblichen Schaden leiden wird. Einen positiven wirtschaftlichen Effekt durch die A 39, das haben ja aktuelle Untersuchungen gezeigt, wird es dagegen mit Sicherheit nicht geben.

 
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