Startseite arrow Aktuelles arrow Presseartikel arrow Strafanzeige gegen Stolpe (A20)
Nächste Termine
13.06.12 - 18:00 Uhr
Umweltverein Gellersen e. V.
Strafanzeige gegen Stolpe (A20) PDF Drucken E-Mail

Anwohner sehen "Brüllbeton" als Körperverletzung

Schönberg -

Sieben Monate nach der Freigabe des ungewöhnlich lauten Ostseeautobahn-Abschnitts zwischen Schönberg (Nordwestmecklenburg) und Lübeck haben die Anwohner die Geduld verloren. Die Bürgerinitiative gegen den Lärm der Ostseeautobahn A 20 will heute in Schönberg Strafanzeige wegen Körperverletzung erstatten.

Thomas Schulz von der Bürgerinitiative und weitere Lärmgeplagte wollen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und Mitarbeiter der Autobahn-Baugesellschaft DEGES wegen Körperverletzung anzeigen. "Wir werden immer wieder hingehalten und verschaukelt", schimpft Schulz.

Nur auf dem 14 Kilometer langen Autobahnabschnitt wurde der Belag vom Typ "Besenstrich quer" verwendet. Die Anwohner nennen ihn "Brüllbeton". Kleine Querrillen auf der Fahrbahn sorgen für erheblichen Verkehrslärm, der den zulässigen Geräuschpegel deutlich überschreitet. Strittig ist, wer die Sanierung zahlt. Die Baufirmen, meint die DEGES. "Nach unserer Auffassung ist die Fahrbahn nicht sachgerecht hergestellt", so Wolfgang Hendewerk von der DEGES-Rechtsabteilung. Allerdings hatte die DEGES die Fahrbahn anstandslos abgenommen. Inzwischen liegt der Streit beim Landgericht Berlin. Ein Baugutachten soll im September vorliegen. Frühestens dann kann die Sanierung beginnen.

HA

erschienen am 25. Juli 2005
 
< zurück   weiter >
© 2012 Keine A39!
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.