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Vergleich Bau A 39 - Ausbau B 4 |
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(Folien Referat Dr. Pez)
Vergleich Bau A 39 - Ausbau B 4
(Folien Referat Dr. Pez)
Beurteilungsmatrix A 39:
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Großräumige Effekte |
Regionale / lokale Effekte |
| Wirtschaft |
0 (+?) |
0, +/- |
| Verkehr |
+/- |
(+) |
| Umwelt |
- |
- |
Ergebnisse:
- Wirtschaftliche Impulse durch die A 39 sind nicht auszuschließen, aber zunächst auch nicht zwingend wahrscheinlich.
- Verkehrliche Entlastungen sind ortsbezogen möglich, wobei
aber ein B 4 -Ausbau häufig günstigere Effekte bietet. Die Region
insgesamt wird verkehrlich merklich stärker belastet (Entlastung
der A 7).
- Die Belastung von Natur- und Erholungsräumen ist immens. Konfliktarme Trassen gibt es nicht.

| Strecke |
Trasse |
LKW |
PKW |
| LG-WOB |
B 4 alt, B 188 120 km |
55 km/h 2:10 Std. |
60 km/h 2 Std. |
B 209, A 7/2/39 190 km |
55 km/h 80 km/h 2:40 Std. |
60 km/h 120 km/h 2 Std. |
A 39 120 km |
80 km/h 1:30 Std. (-30 %) |
120 km/h 1 Std. (-50 %) |
B 4 neu, B 188 120 km |
70 km/h 1:45 Std. (-19 %) |
90 km/h 1:20 Std. (-33 %) |
| HH-Dresden |
A 7/2/14 500 km |
80 km/h 6:15 Std. |
120 km/h 4:20 Std. |
A 250/39/2/14 440 km |
80 km/h 5:30 Std. (-12 %) |
120 km/h 3:40 Std. (-15 %) |
B4 neu, B 188 A 250/2/14 |
70 km/h 80 km/h 5:45 Std. (-8 %) |
90 km/h 120 km/h 4 Std. (-8 %) |
B 4 neu: Ortsumfahrungen + abschnittweise alternierende Überholstreifen (3-Spurigkeit)
Auswertung wissenschaftlicher Studien nach M. Gather / K. Bartsch 1999:
| Autor(en), Veröff.-jahr |
Untersuchte Elemente |
Raum, Zeitraum |
Ergebnis |
R. Junesch 1996 |
AK-Potenzial Erreichbarkeit / Fernstraßenbau |
Ba.-Württ. 1991-2010 (Prognose) |
Nicht Verkehrs-infrastruktur, andere Impulse für Wi.-wachstum |
J. Brücker 1989
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Beschäftigung / Verk.-infrastruktur |
BR Dtld. 1970-82 |
Kein statistischer Zusammenhang |
G. Aberle/ H. R. Hemmer 1987 |
Wirtschaftl. Entwicklung / Autobahnbau |
Verdichtungsraum Köln Anf. 60-er - 1980 |
Kein signifikanter statistischer Zusammenhang |
H. Baum / U. Graf 1987 |
Standort-, Siedlungsstruktur / Verk.-infrastr.-investitionen |
Süditalien 1971-81 |
Raumwandel durch sozioökonom. Strukturwandel, nicht durch Verkehr |
H.-C. Kesselring 1982 |
Arbeitsplätze / Straßennetzausbau |
Verdichtungsraum Köln Anf. 60-er - 1980 |
Positiver statist. Zusammenhang für Zürich, sonst kein Zusammenhang |
H. Lutter 1980 |
Arbeitsplätze, Infrastruktur / Fernstraßenbau |
West-/Mittelfranken 1960-76 |
Keine großräumigen Verlagerungen, nur Mikroeffekte |
J. Frerich 1974 |
Wachstums-, Struktureffekte / BAB-Bau |
2 süddt. Autobahn-abschnitte 1955-70 |
Minimale Wirkungen, v. a. im Speditionswesen |

Auszüge aus BMW-Fragebogen (2000, 23 S.):
-
Lage, Größe, Besitz, Preisschätzung für Grundstücke
-
Breite / Widmung / Nutzungsbeschränkungen der Zubringerstraßen zw. Autobahn und Werk
-
Bahnlinie: Spurweite, Gleiszahl, Distanz Rangierbhf.
-
Standorterreichbarkeit per ÖPNV
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Art und Kapazität des Strom-, Gas-, Wasseranschl.
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Sind für Sprachkommunikation 2 x 34 Mbps über
Glasfaser verfügbar? Sind für Datenkommunikaton 6 x ISDN PMX, je 30
Kanäle und 2 x 2 Mbps leased line verfügbar?
-
Boden: feinkörnig oder organisch?
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Höchster Grundwasserspiegel unter Oberfläche
-
Erwerbstätige nach Branchen im Produz. Gewerbe
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10 größte Arbeitgeber allgemein und in der Metall-/ Elektroindustrie der Region
-
In berufl. Schulen der Region unterrichtete Metall-/ Elektroberufe und Zahl der Abschlüsse in den letzten 10 Jahren
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Pendler aus der / in die Region
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Arbeitslose nach Alter und Dauer
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Miet- und Immobilienpreise der Region nach Lage und Ausstattung
-
Steuersätze, Zölle / Zollbefreiung, Förderprogramme

Warum werden neue Autobahnen gefordert?
| Weil sie wirtschaftliches Wachstum bringen |
Effekt datiert in die Industrialisierungsphase,
endete in Dtld. in 60er-Jahren, seitdem vorwiegend Schein- und
Mikrostandorteffekte; anders z. B. in Osteuropa u. Entwickl.-ländern;
außerdem: „Glücksfälle“ mögl. |
Weil Unternehmer, Wirtschaftsvertreter und Politiker das fordern, es also gut für das Wirtschaftsklima ist
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Gefordert wird gern, was einen selbst nichts kostet – es wird zumindest nicht schaden. Wirtsch.-vertreter bewähren sich darin als Lobbyisten. Für Politik ist es Bewährung im Wettstreit um Fördermittel. Verkehrswegeausbau als Instrument der Regionalpolitik hat den Rang eines Dogmas.
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| Weil das Verkehrsaufkommen und Mobilitätsbedürfnisse es erfordern |
Verkehrswegebau induziert auch neuen Verkehr; Ausbau bestehender Trassen statt Neubau kann naturverträglichere Alternative sein |
| Weil es im BVwPl steht und beschlossene Sache ist |
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