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Umweltverein Gellersen e. V.
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A 39 - bisheriger und weiterer Verfahrensverlauf
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Ab September 2005: das Raumordnungsverfahren

Dieser ist dann Grundlage des Raumordnungsverfahrens, das bereits verschoben werden musste, nämlich auf die Zeit vom September 2005 bis zum Februar 2006. Die Zuständigkeit hierfür liegt bei der Nachfolge-Fachbehörde der aufgelösten Bezirksregierung Lüneburg. Es geht im Verfahren darum, welche der berücksichtigten Linienvarianten aus raumordnerischer Sicht und aus Sicht der Umweltverträglichkeitsprüfung am ehesten verträglich sind (oder auch nicht). So wird eine Vorzugsvariante ermittelt (Landesplanerische Feststellung).  Die Öffentlichkeit  wird insofern beteiligt, als die Verfahrensunterlagen in den berührten Gemeinden einen Monat lang ausliegen, für eine kurzfristige Möglichkeit der Äußerung von Einwendungen und Anregungen (u.U. auch beim Erörterungstermin).

Die endgültige Linienbestimmung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBW) erfolgt dann frühestens in der Zeit vom April bis Juni 2006.

 

Irgendwann ab 2006: Planfestellungsverfahren

 

Erst danach kommt es zu der Feinjustierung der Autobahntrasse im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens (u. U. stückweise für A 39-Abschnitte) – erst dann werden neben den Fachbehörden und den Trägern öffentlicher Belange auch die Bürger gehört – erst hier eröffnen sich dann für die betroffenen Bürger die Möglichkeiten zu Einwendungen. Allerdings liegen auch hier die sehr umfangreichen Unterlagen nur einen Monat aus, mit einer Frist von nur 2 Wochen für Einwendungen. Danach sind keine Einwendungen mehr möglich, nur noch Klagen.   Nach dem Planfestellungsbeschluss (frühestens 2008/2010) mit Festlegung von Straßenverlauf und damit zusammenhängenden Maßnahmen können Klagen eingereicht werden: Klagen dürfen enteignungsbedrohte Grundeigentümer, Zusammenschlüsse, Verbände, Gemeinden und Pächter (diese können die ganze vorherige Planung angreifen und ggf. total zu Fall bringen) und beeinträchtigte Gemeinden, Eigentümer und Nutzer (die gegen Eingriffe in ihr Eigentum und ihren Schutzbereich klagen können und für die Reduzierung der  Umweltbelastung) .

 

Unser Ziel: die A 39 verhindern

- solidarischer Schutz aber auch im Falle einer Niederlage   

Sollten wir die A 39 wider Erwarten weder auf politischem noch auf juristischem Weg verhindern können, wird sich der Schutz- und Klagefond für die Interessen seiner Mitglieder beim evt. Bau der A 39 und seinen zum Teil existenzbedrohenden Begleitumständen einsetzen.

Die Durchsicht und Prüfung der Unterlagen, die Einhaltung der Fristen, die Formulierung von Einwendungen und Sammeleinwendungen sowie die Unterstützung der ausgewählten Pilotkläger geschieht mit Hilfe unserer Anwälte (und durch weitere Fachleute), die sich schon jetzt einarbeiten, den weiteren Planungsverlauf verfolgen und ggf. auch schon Fakten und Verfahrensfehler sichern. Die Mitglieder des Klagefonds werden regelmäßig informiert und einbezogen, u.a. über Sprecherteam und ein Teilnehmer-Netzwerk.

Wir müssen unter Umständen mit einem lang andauernden Widerstand rechnen. Die IHK Lüneburg prophezeit in ihrer Broschüre die Ausführungsplanung und den Bau für die Jahre 2010 bis 2015. Der niedersächsische Verkehrs-Staatssekretär Werren eröffnete aber kürzlich den enttäuschten Organisatoren einer Pro-A39-Veranstaltung, er rechne frühestens in 20 Jahren mit dem Bau der A 20.

Dass auch dazu nicht kommt, dazu trägt nicht nur der Widerstand der Bürgerinitiativen und der Einfluss der Wähler auf die Abgeordneten bei – sondern auch die Konkurrenz der Lobby anderer Verkehrsprojekte um die knappen Mittel des Bundesverkehrswegeplans.  Daran ändern auch Mauteinnahmen und private Finanzierungsanteile für die Autobahn nichts.

Wichtig für uns: Notfalls auch 20 Jahre solidarisch, phantasievoll und aktiv sein, viel dabei lernen und weitergeben, auch menschlich zusammenwachsen und gemeinsam Freude an der Arbeit haben - und dies mit Aktionen nicht nur gegen die A 39 sondern auch für unsere Heimat und Region verbinden!

 
Gegen Autobahngläubigkeit – für Regionalentwicklung!



 
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