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Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39
Presseerklärung
vom 08.02.2010

Bürgerinitiativen begrüßen „A-39-Endschleife“             
          

Der Dachverband der Bürgeri- nitiativen gegen die geplante A 39 sieht sich durch die Mitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann bestätigt, wonach  Staatssekretär Ferlemann (Bundesverkehrs- ministerium) ihr gegenüber signalisiert habe, dass der Bau der mit der A 39 konkurrierenden Küstenautobahn A 22 „überragende Bedeutung“ habe und vorgezogen werde. Diese Erklärung des erklärten A 22-Lobbyisten Ferlemann (CDU), so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, decke sich mit entsprechenden Aussagen des niedersächsischen Verkehrsministers Bode und Festlegungen des CDU-Landtagswahl-Programms 2008. Die A 39 befinde sich offenbar in der Endschleife. „Wir unterstützen die Forderung von Frau Lühmann nach Klarheit für die Region zwischen Wolfsburg und Lüneburg“, so Frau Niemann: „Bund und Land sollten die seit langem feststehende Aussichtslosigkeit und Unsinnigkeit der A 39 nun endlich eingestehen, das Projekt bei der laufenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans streichen und stattdessen den wegen der A 39 hintangestellten Ausbau vorhandener Verkehrswege im Interesse der Region realisieren.“

Die plakative und zugleich illusionäre Forderung von Frau Lühmann an den Bund, bis 2013 einen Finanzplan für die A 39 zu erstellen oder das Ende der A 39 zu „kommunizieren“, begrüßt der Dachverband als deutliche Absetzbewegung und offenbar auch als Zugehen auf die A-39-Gegner. Es sei schon lange nicht mehr hinnehmbar gewesen, so Annette Niemann, dass CDU, FDP und SPD einigen Parteifreunden zwischen Lüneburg und Wolfsburg zuliebe das längst aufgegebene Wahlkampf-Projekt scheinbar am Leben erhielten und 100 Millionen Euro für eine Planung „für die Schublade“ verschwende: „Nachweislich schafft die A 39 weder Arbeitsplätze noch Firmenansiedlungen, stattdessen zerstört sie wichtige Standortfaktoren in Agrarwirtschaft, Handwerk, Handel und Tourismus und lenkt viele Lokal-Politiker  davon ab, anstelle von ideologisch gefärbten A-39-Träumereien endlich ihre Hausaufgaben bei einer kreativen und realistischen Regional- und Verkehrspolitik zu machen!“ Dazu gehörten der Ausbau des Schiffshebewerks Scharnebeck ebenso wie der längst fällige Ausbau der B 4.

Der Dachverband erklärte zugleich seine Solidarität mit den Gegnern der geplanten Küstenautobahn zwischen Glückstadt und Oldenburg, die ja parallel zur bestehenden A 1 verlaufen solle und vermutlich genau so unsinnig sei wie die A 39. Eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik müsse auch hier im Interesse von Klima, Umwelt, Regionen und Finanzen auf Verkehrsvermeidung und alternative Verkehrssysteme setzen, die u.a. im „Masterplan Güterverkehr“ formuliert seien.      

                


 

 

 

Verantwortlich und Ansprechpartner als
Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Eckehard Niemann
Varendorfer Str. 24
29553 Bienenbüttel

Telefon: 05823 1094
Mobil: 0151 11201634
Fax: 05823 1508
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Weitere Informationen: www.keine-a39.de und www.lebensberg.de
 
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