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08.02.12 - 18:00 Uhr
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Weiden und Milchviehhaltung opfern - als „Ausgleichsmaßnahme“ für eine Autobahn? PDF Drucken E-Mail
Dagegen wehren sich Bauern bei Bremen. Das könnte auch auf hiesige Bauern zukommen, auch außerhalb des A39- Korridors und entfernt von der Trasse...

Misthaufen für den Senator

Landwirte protestieren: Sie wollen Weiden nicht der Autobahn opfern Bremen (mue). Bremens Bauern stinkt es, und das machten sie gestern in der City mit Treckern, Plakaten und Misthaufen deutlich.

Bausenator Jens Eckhoff (CDU) hat sich den Zorn der Landwirte in Bremens Westen zugezogen. Genau vor seiner Residenz kippten sie deshalb die stinkende Hinterlassenschaft ihrer Viecher ab. Denn auf ihren Wissen – so ihre Befürchtung – dürfen sie künftig keinen Mist mehr ausbringen. Die Weidewirtschaft dürfte eingeschränkt werden, wenn der Senator das bisherige Vogelschutzgebiet in ein Naturschutzgebiet  umwandelt. Von dieser Umwidmung erhofft sich Eckhoff die Chance, die Ausnahmegenehmigung in Brüssel zum Bauen zu bekommen: Denn durchs Niedervieland wird die Autobahn A 281 führen, die Bremen von der A 27 bis zur A 1 umringen soll. Das Land nutzen aber 67 Bauern als Weideland. Sie befürchten, dass sie es durch die Einstufung als Naturschutzgebiet nur noch eingeschränkt nutzen können und die Höfe in Existenznot geraten. Deshalb sprechen sie von Enteignung. Von den 840 Hektar gehören 600 den Bauern und 240 der Stadt. Eckhoff bestätigte: Ohne Ausweisung zum Naturschutzgebiet könnten erhebliche Probleme für die A 281 auftreten. Es sei aber unverantwortlich, das Projekt durch Verfahrensfehler zu gefährden.
(Zevener Zeitung, 26.11.04)
 
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