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Weiden und Milchviehhaltung opfern - als „Ausgleichsmaßnahme“ für eine Autobahn? |
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Dagegen wehren sich Bauern bei Bremen. Das könnte auch auf hiesige
Bauern zukommen, auch außerhalb des A39- Korridors und entfernt von der
Trasse...
Misthaufen für den Senator
Landwirte protestieren: Sie wollen Weiden nicht der Autobahn opfern
Bremen (mue). Bremens Bauern stinkt es, und das machten sie gestern in
der City mit Treckern, Plakaten und Misthaufen deutlich.
Bausenator Jens Eckhoff (CDU) hat sich den Zorn der Landwirte in
Bremens Westen zugezogen. Genau vor seiner Residenz kippten sie deshalb
die stinkende Hinterlassenschaft ihrer Viecher ab. Denn auf ihren
Wissen – so ihre Befürchtung – dürfen sie künftig keinen Mist mehr
ausbringen. Die Weidewirtschaft dürfte eingeschränkt werden, wenn der
Senator das bisherige Vogelschutzgebiet in ein Naturschutzgebiet
umwandelt. Von dieser Umwidmung erhofft sich Eckhoff die Chance, die
Ausnahmegenehmigung in Brüssel zum Bauen zu bekommen: Denn durchs
Niedervieland wird die Autobahn A 281 führen, die Bremen von der A 27
bis zur A 1 umringen soll. Das Land nutzen aber 67 Bauern als
Weideland. Sie befürchten, dass sie es durch die Einstufung als
Naturschutzgebiet nur noch eingeschränkt nutzen können und die Höfe in
Existenznot geraten. Deshalb sprechen sie von Enteignung. Von den 840
Hektar gehören 600 den Bauern und 240 der Stadt. Eckhoff bestätigte:
Ohne Ausweisung zum Naturschutzgebiet könnten erhebliche Probleme für
die A 281 auftreten. Es sei aber unverantwortlich, das Projekt durch
Verfahrensfehler zu gefährden.
(Zevener Zeitung, 26.11.04) |