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Fakten und Zeit arbeiten gegen die A 39

Jahresrückblick der A 39-Gegner

EN Lüneburg/Uelzen/Gifhorn. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat das vergangene Jahr als „weitere erfolgreiche Etappe zur Verhinderung dieser unsinnigen Ex-Wahlkampf-Piste“ bewertet. Zwar sei, wie von den A 39-Gegner von vornherein nicht anders erwartet, mit dem Raumordnungsverfahren die erste Stufe der Planung abgeschlossen worden, aber bereits jetzt mit einer Verzögerung von zwei Jahren. Mit dem Abschluss der nächsten Planungsstufe, des Planfeststellungsverfahrens, rechne selbst Verkehrsminister Hirche frühestens im Jahre 2013. Spätestens dann werde man klagen, zumal schon das Raumordnungsverfahren mit einer großen Anzahl von gravierenden Verfahrensmängeln behaftet gewesen sei. Diese Klagepunkte würden derzeit von den Bürgerinitiativen und ihren Anwälten systematisch zusammengestellt.  

Vor allem entlang der Vorzugsvariante, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, habe sich die Zahl der Bürgerinitiativen auf nunmehr 35 erhöht, auch der Schutz- und Klagefond wachse stetig weiter an. Nach einer Reihe von Gesprächen in Landes- und Bundesministerien zeige sich immer deutlicher, wie sehr die schwache Lobby der A 39 wackele: „Die Landesregierung will ganz offenbar die Küstenautobahn A 22 an der A 39 vorbei lancieren und hält die A 39-Befürworter nur noch hin“, so Frau Niemann, „deshalb wirken die hilflosen Bitt-Reisen mancher unserer lokalen Politiker nach Berlin oder Hannover fast schon peinlich.“ Die Stimmen der Befürworter seien denn auch mittlerweile viel leiser geworden, so dass man hoffentlich bald auch sachlicher miteinander diskutieren könne. 

Gemäß ihrem Motto „Regionalentwicklung statt Autobahngläubigkeit“ haben sich nach Angaben von Annette Niemann zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiativen erfolgreich in der Verkehrs- und Regionalplanung engagiert, unter anderem in den Uelzener und Gifhorner Landkreis-Projekten  „Leader“ und „ILEK“. Für 2008 würde bereits jetzt eine Vielzahl von phantasievollen und schlagkräftigen Aktionen vorbereitet: „Wir setzen sehr optimistisch auf die Durchsetzung unserer Alternativvorschläge zur teuren und durch Schulden finanzierten A 39 – die Fakten und die Zeit arbeiten in unsere Richtung!“ 

 
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