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Wirtschaftswachstum ein Trugschluss - Autobahn bringt keine Vorteile PDF Drucken E-Mail
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung-uelzen.de/texte.php4?R=LB#1 (18.12.04)

"A 39-Befürworter gründen Kreisverbände" (AZ vom 11./12. Dezember) - Klaus Rumpenhorst, Oetzen (per E-Mail):

Foto: Schulze
Die neuen Kreisvorsitzenden und die Diskussionsteilnehmer
Weder in den Zeitungen unseres Landkreises, noch in öffentlichen Publikationen, wie z. B. die der IHK Lüneburg- Wolfsburg, gibt es durch die A 39-Befürworter stichhaltige Argumente oder gar nachvollziehbare Statistiken und/oder Beweise, dass der Bau der Autobahn irgendwelche Vorteile beziehungsweise Verbesserungen für unsere Region erbringen wird.

Ebenso mussten Prognosen, erstellt durch unsere Landes- oder Bundesregierung oder im Auftrage dieser, sei es bei den Arbeitslosenzahlen oder den Steuereinnahmen, in fast allen Fällen im Nachhinein korrigiert werden, und zwar in den negativen Bereich. Warum sollte es also bei den veröffentlichten Verkehrsprognosen anders sein?
Dass eine neue Infrastruktur durch den Bau einer Autobahn ein Wirtschaftswachstum nach sich zieht, ist ein Trugschluss. Es muss erst einmal in unserer Region die Wirtschaft angekurbelt werden. Danach sollte über eine  Verbesserung der hiesigen Infrastruktur, angepasst an den dann vorliegenden Situationen, mit allen Bürgerinnen und Bürgern, und nicht nur mit den Personen, die eben mal schnell nach Hamburg möchten, diskutiert und anschließend entschieden werden.

Und sollte man den Prognosen Glauben schenken, so wird nach Fertigstellung der Autobahn 39 in circa 20 Jahren das Verkehrsaufkommen in unserer Region so hoch sein, dass es keine Entlastung für unsere heute schon überfüllten Straßen geben wird. Der Prozentsatz, der auf die Autobahn ausweicht, wird durch neues Verkehrsaufkommen auf den bisherigen Straßen wieder kompensiert.

Es gibt einige Leute, die auf Grund dessen, dass hier eine angenehme ruhige Atmosphäre vorhanden ist, ihre Existenz in dieser Region aufgebaut haben. Und zu diesen zähle ich mich auch. Wenn ich die Autobahnnähe gesucht hätte, hätte ich meine Existenz wieder in der Nähe einer Großstadt aufgebaut.  Dadurch, dass wir hier ohne Autobahn leben können und viele es auch möchten, auch wenn die Autobahnbefürworter diesen Umstand nicht akzeptieren möchten, sollte diese Situation wirklich dazu genutzt werden, Werbung für unsere Region zu betreiben.

Eine gute Verkehrsanbindung ist immer wichtig für eine Region, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, als eine Autobahn durch unsere Heidelandschaft laufen zu lassen. Dadurch, dass der Bau der A 39 für unsere Region keine nennenswerten Vorteile bringen wird, sollte zum Wohl des Volkes, und nicht zum Wohl der Politiker oder einiger Industriebesitzer, entschieden werden.

Foto: Die neuen Kreisvorsitzenden und die Diskussionsteilnehmer: Heinz- Joachim Höfer, Otto Lukat, Joachim Werren, Chrsitian Teppe, Hartmut Schöberl, Kurt-Dieter Grill und Uwe  Dohrendorf.

 
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