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"Vor allem landwirtschaftliche Flächen sind betroffen" PDF Drucken E-Mail
Quelle: Gifhorner Rundschau (15.12.04)

Bürgerinitiative "Keine A 39" stellt Klagefonds vor

EHRA-LESSIEN.
Sollte es vor dem Bau der Autobahn 39 zu Grundstücks-Enteignungen kommen, so werden davon vor allem landwirtschaftliche Flächen betroffen sein. Das sagte Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der mehr als 30 Bürgerinitiativen gegen die A 39 am Montagabend im Gasthof Heidekrug.

Musterklagen geplant

Sprecher der Initiative stellten den rund 50 Zuhörern, darunter unter anderem Landwirte aus Ehra, Voitze, Tiddische und Velstove, den kürzlich gegründeten Schutz- und Klagefonds vor. Dieser soll vor dem Planfeststellungsbeschluss, mit dem 2008 bis 2010 gerechnet wird, Sammel- oder Musterklagen gegen das Autobahnprojekt solidarisch finanzieren.

Inwieweit ihre Flächen von der geplanten Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg betroffen sein werden, wissen die Landwirte im Landkreis erst, wenn der endgültige Verlauf der Trasse steht. Sollte es zum Bau der Ortsumgehung Brome und der Autobahn kommen, rechne er damit, dass 80 Prozent seiner Flächen zerteilt würden, sagte ein Landwirt aus dem Bromer Raum, der seinen Namen nicht genannt wissen wollte. Er  werde dem Fonds beitreten.

Prinzipiell sei er nicht gegen die Autobahn, man müsse auch an die Zukunft seiner Kinder denken, meinte ein anderer. Im Landkreis Gifhorn würden vom Bau der Autobahntrasse circa 500 Hektar Land betroffen sein, schätzt Landwirt Heiko Lehn aus Tiddische. Etwa zehn Landwirte könnten existenziell bedroht sein. Lehn ist Sprecher für den Klagefonds im Raum Boldecker Land/Samtgemeinde Brome. Er rechnet mit dem Verlust von zehn Prozent Wirtschaftsfläche seines Betriebes. Problematischer sei das Zerschneiden der Ländereien: "Ich habe ein Beregnungsnetz mit unterirdischen Leitungen.

Keine Entlastung

Ab Baubeginn könnte ich über die Hälfte meiner Flächen nicht mehr beregnen. Ursprünglich sei er für den Bau der A 39 gewesen, jetzt aber enttäuscht, dass sich die Politiker für eine unwirtschaftliche Variante entschieden. Orte wie Ehra und Jembke würden nicht entlastet.
ah  
 
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