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13.06.12 - 18:00 Uhr
Umweltverein Gellersen e. V.
F A K T E N sprechen gegen die A 39 PDF Drucken E-Mail

 Wirtschaft

  • die A39 wurde durch alle bisherigen Studien als ineffektiv bewertet (Beleg: VUNO ´95, VUNO ´02; Gather/Bartsch, Regionale und wirtschaftliche Effekte des Fernstraßenbaus, Auswertung wiss. Studien, Erfurt 1999)
  • die A39 dient nicht der örtlichen und regionalen Infrastrukturanbindung (Beleg: Schreiben von Reinhard Weis (MdB), verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.(24.06.2003)
  • die A39 steht nicht auf der Wunschliste der Freien und Hansestadt Hamburg über vorrangige europäische Verkehrsanbindungen (Beleg: Drucksache 17/3643 vom 11.11.03);sie ist im Rahmen eines zukünftigen europäischen Verkehrsnetzes irrelevant)
  • die A39 wird eine Sogwirkung entwickeln und weitere Kaufkraft aus der Region in die Metropolen abziehen, - mit der Folge, dass Arbeitsplätze vor Ort verloren gehen (Beleg: vgl. Gather/Bartsch) 
  • die A39 schafft keine neuen Arbeitsplätze, führt allenfalls zur Verlagerung von Arbeitsplätzen innerhalb der Region. Zwischen der quantitativen Veränderung der Arbeitskräfte und der Arbeitsplatzentwicklung einerseits und dem Ausbau des Straßennetzes andererseits "kann kein  signifikanter Zusammenhang festgestellt werden". (Beleg: vgl. Gather/Bartsch, a.a.O.)
  • die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg kostet  mindestens 600 Mill. EURO und belastet den ohnehin hochverschuldeten Staatshaushalt in unverantwortlicher Weise. Der Ausbau der B4 mit Ortsumgehungen wäre dagegen eine sehr viel preiswertere Lösung, die schneller und kurzfristig realisierbar ist und zudem für einen zügigen Verkehr sorgen würde (Beleg: VUNO ´02)
  • die A39 wird das Wirtschaftswachstum nicht beeinflussen: "In zahlreichen jüngeren Untersuchungen ist insbesondere für das Gebiet der alten Bundesländer nicht mehr hinreichend  belegbar, dass durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ein wirtschaftliches Wachstum einhergeht." (Beleg: Gather/Bartsch, a.a.O.)
  • die A39 unterliegt dem volkswirtschaftlichen Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen: sie "konkurriert" mit der A7 und der geplanten A14. Die Tatsache, dass sich an der A7 in den 70er Jahren (z.B. im Bereich Soltau und Walsrode) Betriebe wie Vogelpark und Safaripark angesiedelt haben, erlaubt nicht die Schlussfolgerung, dass sich ähnliche Effekte an einer A39 bei Lüneburg oder Uelzen wiederholen
  • die Fokussierung auf die A39 lenkt ab von einer Optimierung des Verkehrsnetzes durch die sinnvolle Kombination der vorhandenen Verkehrsverbindungen von Straße, Schiene und
  • in der Diskussion um die A39 reden viele A39-Befürworter unsere Region schlechtVerkehrspolitik
  • die A39 ist ein Prestigeobjekt des  Bundeskanzlers und Ergebnis einer massiven Lobbyarbeit einer gut organisierten Minderheit um die Spitze der IHK Lüneburg-Wolfsburg
  • die A39 ist für Teile der regionalen Wirtschaft ein willkommenes Geschenk des Staates; die defizitären Folgen für den Staatshaushalt und die gravierenden Schäden für Natur und Mensch hat die Bevölkerung zu tragen
  • die A39 ist Teil einer "politischen Landschaftspflege": "Gefordert wird gern, was einen selbst nichts kostet. Wirtschaftsvertreter bewähren sich damit als Lobbyisten, für Politiker ist es Bewährung im Wettstreit um Fördermittel; Verkehrspolitik hat den Rang eines Dogmas." (Dr.Peter Petz, Uni. Lüneburg im "ExtraTip vom 17./18.April 2004)
  • die A39 wird die Hoffnung jener Kommunen, die an der B4 liegen und sich durch die A39 eine verkehrliche Entlastung versprechen, nicht erfüllen können. Im Gegenteil: Die betroffenen Ortschaften bekämen bei einem Bau der A39 keine Ortsumgehungen mehr, wiewohl das Verkehrsaufkommen auf der B4 weiterhin erheblich wäre, zumal die zu erwartende Mautgebühr die B4 gegenüber der Autobahn zunehmend attraktiv macht
  • die lähmende Debatte um die A39 (die vermutlich erst in 15 Jahren befahrbar wäre) verzögert aber jetzt schon erhebliche Investitionen wegen der dadurch geschaffenen Unsicherheiten
  • die A39 wird die Lüneburger Innenstadt verkehrsmäßig nicht entlasten und kann die Funktion einer Umgehungsstraße bei höchstens zwei Ab- bzw. Auffahrten nicht erfüllen

Umwelt


  • die A39 führt zu einem fortschreitenden Flächenverbrauch für Siedlung, Gewerbe und Verkehr und steht somit im Widerspruch zu zentralen Zielen eines nachhaltigen Natur-, Klima-, Arten-, Gewässer- und Bodenschutzes, wie sie von allen Bundesregierungen formuliert wurden (Beleg: Prof.Dr.Ulf Amelung, Naturschutzbeauftragter des Landkreises Lüneburg und Beauftragter des Niedersächsischen Heimatbundes, in seiner Stellungnahme vom 05.03.2004)
  • die A39 durchschneidet aus naturschutzfachlicher und aus naturschutzpolitischer Sicht hoch sensible Räume (z.B. Ilmenau-Niederung, Süsing etc.) mit wertvoller Flora und Fauna in topographisch abwechslungsreicher Landschaft (FFH- und IBA-Gebiete) Raumordnung und Menschen
  • die A39 zerstört langfristig geplante und fortzuschreibende Entwicklungsperspektiven der Gemeinden: Ausrichtung auf den Erholungswert, Ausschreibung neuer Wohngebiete, Attraktivität ländlichen Wohnens
  • die A39 zerschneidet gewachsene Siedlungsstrukturen mit ihren sozialen und kulturellen Vernetzungen und trennt die Menschen voneinander
  • die A39 zerstört das Vertrauen der Menschen, die mit den besonderen Faktoren ländlichen Lebens wie Ruhe und saubere Luft angeworben wurden, in den Erwerb von Grundstücken und Eigenheimen zu investieren, und dabei Schulden auf sich genommen haben Landwirtschaft
  • die A39 zerstört und versiegelt wertvolle Böden und damit ein endliches Gut, das umso wertvoller wird, je mehr davon verbraucht wird
  • die A39 zerschneidet gewachsene landwirtschaftliche Strukturen und die davon geprägten Kulturlandschaften, sie hebt teilweise die Ergebnisse der in den 70er Jahren durchgeführten Flurbereinigung wieder auf und macht somit zahlreiche Höfe funktionsunfähig
  • die A39 bedroht und zerstört die Existenzgrundlage vieler Höfe durch Landwegnahme und dadurch verursachte steigende Pacht- und Bodenpreise
  • die A39 führt nicht - wie oft behauptet wird - zu Sondereinnahmen für die Landwirte, vielmehr decken die Entschädigungszahlungen oft nicht einmal den vollen Schaden ab Akzeptanz in der Bevölkerung
  • die A39 hat inzwischen zur Entstehung von 20 Bürgerinitiativen geführt, die in der Bevölkerung großen Rückhalt haben
  • die A39 mindert die Lebensqualität der Menschen in erheblichem Maße
  • die A39 spaltet die Bürgerinitiativen nicht im Sinne des St.Florian-Prinzips, sondern steigert die Solidarität aller Gegner. Beleg: Alle Bürgerinitiativen haben einen gemeinsamen Vorstand gewählt, der legitimiert ist, für alle zu sprechen
  • die A39 schweißt eine Region von Lüneburg bis Gifhorn zusammen, die sich in einem gemeinsamen Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 organisiert

Verantwortlich: Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A39, Varendorfer Str. 24, 29553 Bienenbüttel/Varendorf,Tel. 05823 - 1094
 
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