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Für Meihsies, der den Bau der A39 kategorisch ablehnt, ist damit
„die Tunnellösung unrealistisch. Da werden Steuergelder
verschwendet“, wettert er. Derweil will die SPD-Landtagsfraktion
auf Bestreben des Lüneburger Abgeordneten und Tunnelverfechters
Manfred Nahrstedt diese Lösung weiter vorantreiben.
Meihsies hatte die Landesregierung gefragt, ob sie „eine
Untertunnelung großer Teile des Lüneburger Stadtgebietes für
realistisch halte und mit welchen Mehrkosten diese Variante
verbunden“ sei. Ob sie realistisch sei, „ist im Rahmen des
Raumordnungsverfahrens abzuarbeiten, in der landesplanerischen
Feststellung zu entscheiden und wird im Linienbestimmungsverfahren
durch den Bund abschließend geprüft“, antwortet die
Landesregierung. Bezüglich der Baukosten heißt es, dass diese je
nach Bauweise erheblich schwanken. Als Durchschnittswerte werden
für einen Tunnel in offener Bauweise pro laufende 100 Meter zirka
5,7 Millionen Euro genannt. In bergmännischer Bauweise
(unterirdisch) würde er pro laufende 100 Meter zirka 11 Millionen
Euro kosten. Die Kosten für den Bau einer Straße pro laufende 100
Meter nehmen sich dazu im Vergleich gering aus, sie werden mit 0,6
Millionen Euro veranschlagt.
Auskunft bekam Meihsies auch zu seiner Frage, ob ein neuer
Trassenverlauf der A39 im Bereich Lüneburg noch vor der
Kommunalwahl vorgelegt werden könnte. „Der Abschluss des
Raumordnungsverfahrens und die landesplanerische Feststellung
werden bis Ende 2006/ Anfang 2007 erwartet“, heißt es. Die
SPD-Landtagsfraktion gräbt für den Tunnel. In ihrem Antrag fordert
sie die Landesregierung auf, sich „beim Bundesverkehrsministerium
fr die Machbarkeitsstudie einer Tunnellösung der geplanten
Vorzugsvariante der A39 im Bereich der Stadt Lüneburg einzusetzen“.
Dabei solle auch der Ausbau einer Trasse auf der jetzigen
Ostumgehung in Tunnelform geprüft werden.
Die SPD-Landtagsfraktion unterstreicht noch einmal, dass es sich
bei der A39 um ein „wichtiges, unverzichtbares
Infrastrukturvorhaben“ handele. Die geplante Vorzugsvariante
zerschneide jedoch die Stadt, belaste die Menschen und sei zum
Schaden des Denkmalensembles Kloster Lüne. Deshalb müsse eine
Untertunnelung her. Klare Absage hingegen an die vom Rat der Stadt
präferierte Westumfahrung. Diese Alternative würde den Interessen
Uelzens zuwiderlaufen, da die Streckenführung zu weit von Uelzen
entfernt liefe, argumentiert die Landes-SPD. Laut Nahrstedt wird
der Antrag jetzt im Landtagsausschuss fr Wirtschaft und Verkehr
beraten.
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