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Harte Zeiten für Autofahrer |
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vom 08.07.2006
Harte Zeiten für Autofahrer
Ölpreise klettern ungebremst weiter – Experten: Superbenzin dürfte
bald 1,50 Euro kosten
Der Ölpreis könnte bereits in der kommenden Woche die
80-Dollar-Marke je Barrel erreichen. Dies würde den Preis für einen
Liter Superbenzin auf rund 1,50 Euro treiben.
Foto: dpa
dpa New York/London. Die
Sorge vor wachsenden geopolitischen Risiken hat den Ölpreis auf
neue Rekordstände getrieben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter)
der US-Sorte WTI kletterte in der Spitze bis auf 75,78 US-Dollar.
Damit wurde die alte Rekordmarke vom vergangenen Mittwoch von 75,40
Dollar deutlich übertroffen. Auch an der Rohstoffbörse in London
übertraf der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit in der
Spitze 75,09 Dollar erstmals die Marke von 75 Dollar.
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Unter Experten gelten die jüngsten Spannungen in Asien nach den
nordkoreanischen Raketentests und die Sorge vor einer Eskalation im
Atomstreit mit dem Iran neben der traditionell starken
Benzinnachfrage in den USA in den Sommermonaten als die
Hauptpreistreiber.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält beim
Ölpreis bereits in der kommenden Woche das Erreichen der
80-Dollar-Marke je Barrel für möglich. „Da der Markt insgesamt sehr
angespannt ist, wirken die derzeitigen Spekulationen weiter
preistreibend“, sagte die DIW-Expertin Claudia Kemfert. Sollte sich
die geopolitischen Unsicherheiten in Nordkorea und vor allem im
Iran verschärfen, könnten die Preise sogar in Richtung 85 Dollar je
Barrel klettern. „Die Gründe sind die zu erwartenden Hurrikane, die
zu Ölproduktionseinbußen führen könnten, die beginnende
Reisesaison, die erfahrungsgemäß zu steigender Nachfrage, vor allem
seitens der USA in Europa führt und damit die Öl- und Benzinpreise
nach oben treibt.“
Auch die Internationale Energieagentur (IEA) hält in den kommenden
Wochen weitere Rekorde an den Ölmärkten für möglich. „Wenn es zu
großen Hurrikanen kommt oder die geopolitischen Risiken zunehmen,
könnten wir noch höhere Preise als bisher sehen“, sagte Chefökonom
Fatih Birol der „Financial Times Deutschland“.
Der Preis für ein Barrel der Organisation Erdöl exportierender
Länder (OPEC) lag ebenfalls auf einem Rekordniveau. Ein Barrel
kostete nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien 68,74 Dollar.
Das waren 82 Cent mehr als am Vortag.
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