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vom 05.07.2006

Schilderstreich beendet

Durchfahrtsverbot für schwere Lkw in Melbeck
rückt langsam näher

Bildtext
Lkw raus aus Melbeck – dieser Wunsch könnte sich für die Melbecker schon bald erfüllen. Die Kommunen einigten sich auf ein Durchfahrtsverbot.
Foto: t&w
sp/kre Melbeck. „Ein lang gehegter Wunsch geht endlich in Erfüllung“, freut sich Melbecks Bürgermeister Heinz Meyer (CDU) über die gute Nachricht. „Von dieser Entscheidung verspreche ich mir eine spürbare Entlastung“, sagt der Melbecker Kommunalpolitiker Jürgen Stebani (SPD). Beide haben darum gekämpft, den Schwerlastverkehr aus dem Ort zu verbannen – jetzt sind sie ihrem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Das Durchfahrtsverbot für Lkw über zwölf Tonnen ist in greifbare Nähe gerückt.
Dieses Schild soll künftig an der Anschlussstelle Häcklingen stehen. Standorte: B 4 FR Süd hinter AS Häcklingen, B 209 FR West hinter AS Häcklingen (beidseitig)
Grafik: Pressereferat LG

Bei einem Treffen legten jetzt die Städte Lüneburg und Uelzen sowie die Landkreise Gifhorn, Uelzen und Lüneburg fest, wie sie die Sperrung der Bundes­straßen 4 und 209 ab Lüneburg für Lastwagen umsetzen wollen.
Der nun gefundene Kompro­miss sieht wie folgt aus: An der Anschlussstelle Häcklingen wer­den zwei Verbotsschilder aufge­stellt, eines in Richtung B4 (Süden) und eines in Richtung B209 (Soltau). Schilder weisen außerdem 600 Meter vor der Anschlussstelle und am Ma­schener Kreuz auf das Durch­fahrtsverbot hinter Lüneburg hin. Weil das Häcklinger Kreuz zum Stadtgebiet gehört, ordnet die Stadtverwaltung die neuen Schilder an und das Land baut sie auf.
Hintergrund: Die Bundesstraßen sind durch den Lkw-Verkehr stark belastet. Um Abhilfe zu schaffen, wollen die Landkreise nun ein Verbot für den Lkw-Transitverkehr über zwölf Tonnen umsetzen.
„Wir werden dem Wunsch der Landkreise entsprechen“, sagt die Fachbereichsleiterin der Stadt Lüneburg, Andrea Schröder-Ehlers. Vorher will die Stadt aber das Gespräch mit der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg suchen, um Bedenken gegen das Durchfahrtsverbot zu klären. „Dieses Verbot ist für Durchgangsverkehr gedacht. Der regionale Wirtschaftsverkehr ist nach Rechtsauffassung der Straßenverkehrsbehörden davon nicht betroffen“, erklärt Schröder-Ehlers.
Danach wird das Land in einem Anhörungsverfahren beteiligt. Das ist eher eine Formalität, weil die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auch am Treffen beteiligt war. Ende Juli will die Stadt spätestens die Schilder anordnen. „Wir werden aber auch danach beobachten, ob die Beschilderung die gewünschte Wirkung erreicht und ob der Lkw-Verkehr auf andere Straßen ausweicht“, kündigt Schröder-Ehlers an.
 
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